SYNTHESE

Als die Raupe dachte, ihre Welt sei zu Ende, wurde sie zum Schmetterling

Ein etwas anderer Valentinstag

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„Wenn nicht mindestens 300 von 365 Tagen im Jahr ihre „Valentinstage“ sind, ist es höchste Zeit am 14ten Februar über ihr Liebesleben nachzudenken.„

Der Valentinstag ist – wie kein anderer Tag – der Tag der Liebe und Leidenschaft oder der Sehnsucht nach Liebe und Leidenschaft.

Unser angeborenes Bedürfnis nach Nähe, Liebe und Anerkennung eines Partners/einer Partnerin ist die eine Seite der Liebe; die Überflut an einem gesunden Liebesleben vorbeiidealisierten Stimuli durch Musik, Literatur und unzähligen Ratgebern über die „bedienungslose Liebe“ die andere – verkünstlichte – Seite der Liebe.

Es sind diese zwei Faktoren, die maßgeblich unseren Blick auf Beziehungen beeinflussen und uns oft genug glauben lassen, dass die schönen Blumen, die edlen Pralinen, das schicke Abendessen, die reizvollen Dessous oder der teure Schmuck die Qualität der Liebe bezeugen, in der wir leben; ein Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass sie die kognitive Dissonanz im Bezug auf unser Liebesleben – in dem das reale von dem gewünschten Bild stasrk von einander abweichen, uns aber an dem gewünschten Bild festhalten lassen – noch mehr verstärken.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch, ich bin alles andere als ein Anti-Romantiker oder gar gegen die Liebe an sich – und lassen sie sich auf keinen Fall den Valentinstag durch diesen „ernüchternden“ Artikel verderben – ich möchte nur, dass sie mindestens 300 ValentinsTage im Jahr haben und nicht nur einen.

Wenn sie aber einen anstatt 300 Valentinstagen im Jahr haben, es ist der 14’te Februar der beste Tag sich ihrem Liebesleben ernsthaft zu widmen und es so zu ändern, dass es – für alle Beteiligten – zur Quelle der Erfüllung und Zufriedenheit wird.

Denn spätestens wenn die Pralinen gegessen und die Dessous vom Flur aufgereäumt sind, holt uns die richtige Beziehung auf den Boden der Tatsachen zurück; bevor uns die kognitive Dissonanz wieder einholt.

Wenn sie mindestens 300 Valentinstage im Jahr haben, dürfen sie den 14’ten Februar verbringen, wie sie möchten; für alle anderen können folgende 22 Fragen sehr hilfreich sein um Klarheit über ihr Liebesleben zu bekommen:

 

1 – Teilen wir in grundlegenden Fragen/Aspekten des Lebens gleiche oder sehr ähnliche Ansichten? Können wir gemeinsame Ziele verfolgen? (Ja, Gegensätze ziehen sich an, es sind aber die Gemeinsamkeiten, die über den langfristigen Bestand einer Beziehung – doch – entscheiden.)

2 –Höre ich täglich mehr Lob oder Kritik? Werde ich täglich für das was und wie ich bin, für die Dinge, die ich tue geschätzt und anerkannt, oder werde ich ständig kritisiert und bevormundet? Bin ich so wie ich bin nicht gut genug? Soll ich besser – in welcher Form auch immer – aussehen, besser und/oder mehr arbeiten, bessere, in was auch immer, werden usw.?

3 – Werden meine Fähigkeiten geschätzt oder als ungenügend angesehen bzw. abgewertet; werde ich in der Erreichung meiner Ziele unterstützt oder gehindert?

4 – Kann ich meine Bedürfnisse frei äußern – und sie auch leben; kann ich der Beziehung neue Impulse geben ohne Angst zu haben, dass sie ohne einen für mich verständlichen Grund abgelehnt oder gar abgewertet werden?

5 – Bin ich – unter Berücksichtigung der gesunden Bedürfnisse und Prioritäten meines Partners/meiner Partnerin – frei eigene Entscheidungen zu treffen und danach zu handeln ohne Konsequenzen zu befürchten?

6 – Kommunizieren wir ausreichend und wie ist die Qualität unserer Kommunikation? Können wir konstruktiv streiten ohne uns gegenseitig tiefe seelische Wunden zuzufügen?

7 – Bin ich mit unserem Sexualleben zufrieden oder nicht; werden meine sexuellen Bedürfnisse erfüllt/berücksichtigt oder nicht; muss ich sexuellen Handlungen zustimmen, die mir keine Erfüllung bringen und darf ich meine Grenzen frei äussern ohne Konsequenzen zu fürchten?

8 – Werde ich ständig kontrolliert, oder kontrolliere ich ständig- muss ich ständig kontrollieren um mich in der Beziehung sicher zu fühlen? Muss ich mich nach jeder Aktivität außerhalb der Beziehung einer Anhörung unterziehen, „Beweise“ liefern und mich ständig rechtfertigen?

9 – Ist Eifersucht ein Dauerthema in der Beziehung?

10 – Muss ich mir eine gute, liebevolle Behandlung „verdiennen“; muss ich etwas – tun, besser aussehen, mich anderes benehmen um anerkannt und geliebt zu werden?

11 – Bin ich frei meine sozialen Kontakte außerhalb der Beziehung zu pflegen?

12 – Bin ich immer der Schuldige für alles?

13 – Werde ich unter Druck gesetzt oder gar bedroht, wenn ich die Erwartungen meines Partners nicht erfülle; muss ich in dem Fall um Konsequenzen fürchten?

14 – Darf ich freie Räume/Zeiten allein für mich haben ,ohne Konsequenzen zu fürchten?

15 – Muss ich oft Nachgeben um die Harmonie in der Beziehung nicht zu gefährden oder „in Ruhe gelassen zu werden“?

16 – Muss ich meine Weltanschauung, Ansichten und Überzeugungen ständig verteidigen oder sie gar verheimlichen?

17 – Habe ich das Gefühl/wird mir das Gefühl vermittelt meinem Partner nicht gewachsen zu sein; ihn nicht zu „verdienen“; ihm nicht zu genügen?

18 – Werde ich ständig abgewertet oder spasshaft gestichelt, wenn wir allein sind oder in Anwesenheit anderer Menschen?

19 – Hört mein Partner Partnerin richtig zu, wenn ich rede?

20 – Trage ich die alleinige Verantwortung für die Erziehung – und den Schutz – der Kinder?

21 – Habe ich das Gefühl ich trage die Hauptlast in der Beziehung- in welcher Form auch immer?

22 – Wenn ich müsste wäre ich fähig/würden es mir die Umstände erlauben auf eigenen Beine zu stehen bzw. mein Leben allein – ggf. mit meinen Kindern – zu meistern?

DENN:

Diese Erwartungen sind NICHT ein „zu viel Verlangt“; sie bilden das gesunde Fundament einer erfüllemdem und gegenseitig nährenden Partnerschaft.

Die Liebe muss nicht – wie uns oft genug die Literatur und die herzzerreißenden Liebeslieder, Theaterstücke und Filme weismachen wollen – schmerzen um wahr zu sein;

LIEBE ist – ausgenommen die kurzen Phasen der Auseinandersetzungen – LIEBE; sie ist weder Schmerz noch Leid!

Im Sinne von „Wenn es Weh tut, ist es keine Liebe“ von Chuck Spezzano, wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und liebevollen Valentinstag.

Herzlichst,

Saliha Sylbija

 Bildquelle: http://www.allmystery.de/i/tdebc68_Dekor_Herzinsel.jpg

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